Trinkerbelle klingt erst mal nach Glitzer und romantischem Tutu. Bis man Mimis Buch aufschlägt und anfängt zu lesen. In den ersten Kapiteln nimmt sie uns mit in ihr Heimatdorf in Kroatien. Sie beschreibt den Struggle ihrer Mutter, die sie dort zurücklassen musste, um mit ihrem Mann nach Deutschland zu gehen. Mimi selbst hat's schön im Dorf, ihre Tante kümmert sich liebevoll um sie. Ihre Eltern sind ihr fremd. In Kroatien schlägt das Schicksal schon mal so gewaltig zu, dass das allein für einen abendfüllenden Spielfilm reichen würde. Mimi baut diese Fügung so spannend auf, dass man wirklich kurz vergisst, worum es in dem Buch später gehen wird. Nämlich ums Trinken. Ums besinnungslose Trinken. Woher dieser tief verborgene Schmerz kam, beschreibt sie aus der Sicht eines noch naiven 7-jährigen Kindes. Sie wird aufs Übelste missbraucht. Versteht das aber in diesen jungen Jahren noch nicht. Zumindest nicht bewusst. Diese verstörenden Erlebnisse brennen sich in ihre Seele und für im...